10 wichtigsten Tipps für Kitesurf Anfänger

10 Geheim (und auch bekannte) Tipps für einen Kitesurf Anfänger

Du willst umbedingt auf Wasser und bist ein Kitesurf Anfänger? Du aber vielleicht schon einen Kurs gemacht und kennst die Theorie, willst jetzt aber endlich das Wissen in die Tat umsetzen? Jetzt stellen sich natürlich viele Fragen, zum Beispiel soll ich mir einen Kite kaufen, wenn ja welchen? Wo soll ich hin fahren und auf welche Spot Bedingungen muss ich achten? Und überhaupt was soll ich alles mit nehmen und was ist weniger notwendig?

 Hier kommen die 10 Kitesurf Tipps

 1. Leihen lohnt sich nicht

Wenn du ernsthaft Kiten willst lohnt sich leihen einfach nicht. Je nach Ort und Jahreszeit kostet das Rundum Sorglos Paket (Kite + Bar + Board + Trapez) zwischen 60 – 80€ am Tag. Wenn du also eine Woche aufs Wasser willst bist du bei knappen 500€ . Und im nächsten Jahr geht es wieder los. Von den saftigen Preisen wenn dem Material etwas passiert ganz abgesehen.

2. Gebrauchtes Kite Set kaufen

Nicht leihen heißt kaufen. Allerdings muss das nicht immer teuer sein. Oft werden ganze Anfänger Kite-Sets angeboten und es gibt inzwischen viele Möglichkeiten gebrauchtes Material zu kaufen. Komplette Kite-Sets sind für Anfänger zu empfehlen da die Angebote doch um einiges günstiger sind. Gute Webseiten sind

www.handmade.de (gut und günstiger Online Shop)

www.oase.com (DAS Kite und Windsurf Forum. Design hält sich in Grenzen, der Marktplatz für gebrauchte Kites ist aber gut gefüllt)

Preislich muss man mit mindestens 1000€ für gebrauchtes Material kalkulieren. (600€ für Kite, 250€ Board, 150€ Trapez und Neopren).

3. Bow Kite und großes Board

 Nun gut, der Entschluss ist gefasst eigenes Material zu besorgen, jetzt stellt sich natürlich die Frage was ist das richtige Material? Das Angebot kann für Einsteiger erschlagend sein, deshalb hier die Tipps, welcher Kite und welches Board für Anfänger geeignet sind.

Kite:

Es gibt verschiedene Formen der Kites zum Beispiel C-Shape, Hybrid, Bow, um die gängigsten zu nennen. Als Einsteiger solltest du einen Bow Kite wählen, da diese fehlerverzeihender sind und der Wasserstart leichter ist. Gängige Modell sind zum Beispiel North Evo und North Neo, Core XR oder Airush DNA. Auch Hybrid Kites sind für Anfänger geeignet, nur von C-Shapes sollte man als Anfänger noch die Finger lassen.

Eine beliebte Frage ist oft welche Kite Größe gut ist. Auch in diesem Eintrag kann diese Frage nicht generell beantwortet werden. Die meisten Kites gibt es von 6m2 bis 14m2, alles darüber und darunter ist nur in Ausnahmefällen nötigt. Da man als Anfänger vermutlich nicht an einen Stark Wind Spot (z.B. Tarifa) fahren sollte, ist eine gute Kitegröße zwischen 9m2 und 12m2, wobei das stark von Gewicht und Spot abhängt. Ungefähr lässt sich sagen, dass für 10kg mehr Körpergewicht ein circa 1m2 größerer Kite benötigt wird. Grundsätzliche haben viele 12m2 Kites haben eine gute Windrange von circa 14knt bis 21knt.

Da die Sicherheitsstandards immer höher werden, raten wir davon ab, einen Kite vor Baujahr 2010 zu kaufen.

Board:

Die Wichtigkeit des Boards sollte nicht unterschätzt werden. Für Einsteiger ist ein etwas größeres Board zu empfehlen, da sich damit leichter Höhe laufen lässt. Eine gute Boardgröße ist zwischen 138cm – 146cm, damit ist das Board nicht zu groß und kann auch noch verwendet werden, wenn man schon etwas fortgeschrittener ist.

Trapez:

Auf jeden Fall ein Hüfttrapez. Das ist angenehmer wenn man besser wird beim Kiten. Das Trapez auf keinen Fall zu groß kaufen, da es sonst hochrutscht.

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4. Prallschutzweste anstatt Lycra oder Shorty

Anstatt Geld in ein cooles Lycra zu investieren lieber eine Prallschutzwester kaufen. Diese schützt dich vor Stürtzen, Sonne und sogar vor Kälte. So kann die Prallschutzweste an wärmeren Tage auch als „Neopren“ genutzt werden und ersetzt unter Umständen den kurzen Neo. Eine der besten Westen ist die Ion Vector. Die Größen M und L sollten den meisten Fahrern gut passen.

5. Mehrere Wind Apps vergleichen

Das Wichtigste beim Kiten: Wind. Leider ist er nicht immer da wenn man ihn braucht. Inzwischen gib es eine Menge Apps die den Wind – anscheinend – vorhersagen. Darauf kann man sich nur sehr bedingt verlassen. Die bekanntesten sind www.windguru.cz und www.windfinder.com.

Tipp: www.windyty.com Diese Webseite zeigt Satelliten Bilder mit den Windströmen an. Einer der besten Forecast die es gibt. So kann man sich selbst ausmalen wie wahrscheinlich es ist, dass es zum gewünschten Zeitpunkt Wind gibt.

Eine schönes Feature bei www.windfinder.com ist, dass Windstatistiken angezeigt werden. Das heißt, dass man sich bei jedem Spot ansehen kann wie stark der Wind über das Jahr verteilt ist um für die Kitereise den besten Spot zur gegebenen Jahreszeit zu finden.

6. Nie bei ablandigem Wind kiten

Ein ganz wichtiger Tipp! Gerade als Einsteiger sollte man nur bei auflandigem oder sideshore Wind aufs Wasser und auf keinen Fall bei ablandigem Wind. Ablandiger Wind ist selbst für Profis sehr gefährlich, da wenn etwas passiert man nicht zurück zum Strand treibt sondern im schlimmsten Fall aufs offene Meer.

7. Flachwasser bevorzugen

 Was den Profi erfreut ist für den Einsteiger eine absolute Qual: Wellen. Wenn du deine ersten Schritte beim Kiten machst, dann wähle einen Spot mit wenig Wellen. Das können Seen, Buchten oder Strände mich vorgelagerten Riffen sein. Manche Spots sind dafür bekannt sehr viel Welle zu haben (z.B. Teneriffa, Tarifa, St. Peter Ording). Gute Flachwasser Spots sind zum Beispiel Fehmarn, El Gouna (Ägypten), Ijsslmeer. Falls an deinem Spot doch mehr Welle ist, ist das auch nicht schlimm, dann kite wenn möglich bei Ebbe, da sind die Wellen „angenehmer“.

8. Schraubenzieher in den Kiterucksack

Die Schrauben an deinem Board (Bindung, Griff) werden sich irgendwann lösen und dann bist du froh wenn du sie wieder zuziehen kannst. Kleiner Tipp hier: Sprühe die Schrauben mit Klarlack ein und schraube sie fest. Dann lösen sich die Schrauben nicht einfach so während der Fahrt.

9. Geht zu zweit, oder dritt, oder viert…

Der erste Grund ist, dass es viel sicherer ist wenn du einen Freund dabei hast und ihr gegenseitig auf euch achtet. Außerdem machst du schneller Fortschritte weil du dich mit deinem Freund austauschen und vergleichen kannst („Wenn der das kann, dann kann ich das auch“). Zudem macht es einfach viel mehr Spaß wenn man zu zweit oder dritt ist, als alleine am Kitestrand zu sitzen (auch wenn man meistens neue Freunde findet).

10. Weißbier als Pausengetränk

Kommen wir zum letzten Tipp, der besonders viel Sinn macht wenn ihr zu zweit seid. Weißbier. Ob alkoholisch oder nicht, das ist egal. Macht man eine Pause vom Kiten gibt es nichts Besseres als mit einem Weißbier anzustoßen. Egal ob bei 30 Grad in Spanien oder bei winterlichen Bedingungen an der Nordsee. Denn eins ist ja wohl klar, Kiten soll Spaß machen und das hört auch nicht auf wenn man aus dem Wasser ist.